Kreisjägerschaft Neumünster im LJV S-H e.V.
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🦌 Aus der Klemme geholfen!

Am späten Donnerstagabend erhielt das Revier „Hinter den Anlagen“ gegen 22:30 Uhr einen Anruf der Polizei über eine ungewöhnliche Situation: Ein Rehbock hatte sich mitten im Stadtgebiet, auf einem Gewerbegelände in der Friedrich-Wöhler-Straße, in einem Zaun verfangen.

Der zuständige Jäger (Alexander Rieger) machte sich umgehend auf den Weg und traf vor Ort auf die beiden aufmerksamen und tierfreundlichen Anrufer, die den Rehbock in seiner misslichen Lage entdeckt hatten und bei ihm geblieben waren.

An dieser Stelle sei gesagt, dass derartige Situationen für Wild und Jäger häufig traurig enden. Nicht selten sind die Tiere bereits so schwer verletzt, dass dem Jäger nichts anderes übrig bleibt, als sie von ihren Qualen zu erlösen. Solche Entscheidungen werden stets weidgerecht und im Sinne des Wildes sorgfältig abgewogen – und sie haben mit der eigentlichen Jagdausübung nichts gemein. Dennoch gehört auch diese Form des angewandten Wildschutzes, etwa bei Unfällen oder ähnlichen Notlagen, zu den Aufgaben der Jäger – und das rund um die Uhr.

In diesem Fall jedoch gab es ein glückliches Ende: Der Rehbock war – abgesehen von einigen oberflächlichen Schürfwunden – gesund und mobil. Gemeinsam gelang es, das Tier zu befreien. Allein wäre dies kaum möglich gewesen, doch die beiden Anrufer packten tatkräftig und beherzt mit an.

Zunächst wurde der Bock beruhigt, indem ihm mit einer Decke die Sicht genommen wurde. So konnten sich die Helfer vorsichtig nähern und gezielt handeln. Behutsam wurden die Rippenbögen leicht zusammengedrückt, während ein weiterer Helfer das Tier gleichzeitig nach hinten aus dem Zaun zog.

Nachdem der Bock befreit war, musste ihm zunächst noch die Decke abgenommen werden, bevor er wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Kurz darauf verschwand er – wohlbehalten – zurück in die Nacht.

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Solche Einsätze sind hoheitliche Aufgaben der Jäger und unterliegen dem Jagdrecht. Sie verfügen über die notwendige Erfahrung und die anatomischen Kenntnisse, um die Situation sowie den Zustand des Wildes richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Gestresstes, panisches oder verletztes Wild kann unberechenbar und gefährlich sein. Auch Rehwild kann mit Geweih oder scharfen Schalen (Hufen) ernsthafte Verletzungen verursachen. Zudem behalten Jäger stets auch mögliche Gefahren für das Umfeld im Blick, etwa den Straßenverkehr.

Macht es daher genauso vorbildlich wie die beiden Helfer:
Polizei verständigen, Abstand halten, abwarten – und wenn nötig unterstützen.

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Die Kreisjägerschaft Neumünster ist ein eingetragener Verein und Mitglied im Landesjagdverband Schleswig-Holstein.

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