Nachtaktive Schlaufüchse

Nachtaktive SchlaufüchseDie Herbstveranstaltung der älteren Schlaufüchse galt am 08.09.2017 den Fledermäusen. Obwohl es den ganzen Tag über regnerisch war trafen sich abends über 30 Kinder und Erwachsene am Einfelder See bei der Margaretenschanze. Das Wetter meinte es gut mit uns, eine längere Regenpause nutzten auch die Fledermäuse für ihre Aktivitäten. So haben wir unter der fachkundigen Führung des Fledermausexperten Norbert Biß viel über die Jäger der Nacht erfahren und auch etliche Fledermäuse auf ihrem Beuteflug und Balzflug beobachtet. Die Ortungslaute der Fledermäuse sind für menschliche Ohren nicht hörbar. Allerdings sind zumindest ein Teil der Soziallaute besonders für die Kinder mit ihrem feinen Gehör noch wahrnehmbar. Das Manko des menschlichen Hörvermögens hat Herr Biß mit einem Fledermausdetektor ausgeglichen. Plötzlich wurden die bis dahin lautlos dahinhuschenden Wesen zu regelrechten Schreihälsen. Wir bekamen sogar mit, wenn eine Fledermaus ein Insekt ins "Zielradar" genommen hat. Während sie normalerweise etwa 10 Ortungslaute pro Sekunde ausstoßen, erhöhte sich die Pulsfolge kurz vor der Fanghandlung auf einige hundert.     

Auf unserer nächtlichen Wanderung an der Margaretenschanze, am Einfelder See und im Bondenholz ließen sich so anhand der unterschiedlichen Laute Zwergfledermäuse, Rauhautfledermäuse, Breitflügel-, Mückenfledermäuse und Abendsegler unterscheiden. Die Abendsegler entwickeln sich bei ihren Balzflügen zu richtigen Sangeskünstlern.

Tief beeindruckt von dem Gehörten und Gesehenen machten wir uns zu später Stunde auf den Heimweg, auf dem prompt der Regen wieder einsetzte.

Ingbert Tornquist

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