9. Warum muss die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren durchgeführt werden?

• Die Ausbildung von Jagdhunden am lebenden Wildschwein, am Fuchs oder an der Ente ist tierschutzgerecht und stellt sicher, dass später bei der Jagd auch nur Hunde zum Einsatz kommen, die tierschutzgerecht jagen. Es gibt keine Attrappen mit denen dies zu simulieren wäre.

• Videos und Fotos aus dem Ausland wollen uns glauben machen, dass bei der Ausbildung in Deutschland Hunde auf lebendes Wild gehetzt werden. Das stimmt nicht. Wie die Ausbildung von statten geht, zeigen Videos des DJV:

http://www.youtube.com/user/DJVJagdschutzverband

• Wildschweingatter:

Hunde werden mit zahmen Schweinen konfrontiert und müssen zeigen, dass sie Schweine aus dem Gebüsch treiben können ohne sich selbst zu gefährden, weil Wildschweine sehr wehrhaft sind. Wissenschaftliche Untersuchungen  haben gezeigt, dass Wildschweine dabei keinen Stress empfinden.

• Schliefenanlage:

Hunde werden mit zahmen Füchsen konfrontiert. Ein direkter Kontakt ist während der gesamten Ausbildung nicht möglich, Hund und Fuchs sind durch ein Gitter getrennt. Der Hund muss in einem unterirdischen Röhrensystem den Fuchs finden und dann in einen Kessel treiben, dort ein drehbares Gitter bewegen, dass der Fuchs den Bau verlässt. Der Hund kann nicht folgen.

• Lebende Ente:

Zum Einsatz kommen Enten, die von Hand aufgezogen und an den Menschen gewöhnt sind. Hunde müssen auf dem Wasser die Spur einer Ente verfolgen, die ins Schilf geschwommen ist und sich dort versteckt. Wenn der Hund die Ente aufstöbert und aufs Wasser treibt, wird sie vom Jäger im selben Augenblick erlegt. Es dürfen pro Hund während der gesamten Ausbildung nur 3 Enten verwendet werden.

Voraussetzung: Hund hat die vorgelagerte Prüfung zur Schussfestigkeit bereits bestanden. Nur Hunde, die später auch Enten und Gänse apportieren sollen, dürfen geprüft werden.

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